Homepage - Südtiroler Weinmuseum

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Geschichte & Museumskonzept

Die Technisierung in der Landwirtschaft und vor allem im Weinbau schritt in der Zeit nach 1945 schnell voran, alte Arbeitsgeräte wurden ersetzt. Besonders in der Kellerwirtschaft vollzog sich der Wandel rasch. Eine Gruppe von beherzten Sammlern rund um den späteren Kustos Luis Oberrauch und den langjährigen Präsidenten Walter Amonn versuchte Zeugnisse des historischen Weinbaus zu bewahren und ein Museum zu errichten.

„Exzellenzen, Meine Herren! Nun ist es so weit.“

„Exzellenzen, Meine Herren! Nun ist es so weit, daß wir das Museum eröffnen können“, damit begann Walter Amonn seine Rede bei der Eröffnung des „Südtiroler Weinmuseums am Kalterer See“ am 18. September 1955. Amonn war dreißig Jahre lang Präsident des Vereins Südtiroler Weinmuseum, der am 16. Oktober 1953 im Prunksaal der Handelskammer in Bozen mit dem Ziel, ein Weinbaumuseum für Südtirol zu errichten, gegründet wurde.
Damit blickt das Weinmuseum auf eine sechzigjährige Geschichte zurück und ist das erste Museum, das nach Kriegsende in Südtirol gegründet wurde.

Mit 30. Juni 1983 löste sich der Verein auf. Das bisher als private Struktur geführte Museum wurde mit 1. Juli des Jahres dem Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde als Außenstelle angegliedert. Sitz des Museums blieb vorerst Schloss Ringberg, der langjährige Kustos und weitum für seine Führungen bekannte Luis Oberrauch blieb weiterhin in seinem Amt.

Der nächste größere Schnitt kam mit dem Umzug des Museums in das Zentrum von Kaltern. An Ostern 1988 eröffnete das Weinmuseum am neuen Sitz im ehemaligen Di Pauli Keller, vorher Pfleghaus der Herrschaft Kaltern-Laimburg und Gerichtssitz, seine Tore und am 3. September wurde die neue Ausstellung, die „erneut in einer objektbetonten Form“, wie der damalige Direktor Dr. Hans Grießmair schreibt, eröffnet.

Eröffnung Südtiroler Weinmuseum Eröffnungsrede Amonn Verwaltungsrat im Weinmuseum