Forschung

Kernaufgabe eines Museums

Das Südtiroler Weinmuseum arbeitet im Rahmen der personellen und zeitlichen Möglichkeiten an der wissenschaftlichen Erschließung seiner Sammlung. Diese Arbeit dient als Grundlage für eine verbesserte Sammlungsdokumentation und findet ihren Niederschlag in der Vermittlungstätigkeit.


Aktuelles Forschungsprojekt

Objekte aus der Sammlung des Südtiroler Weinmuseums als dingliche Quellen für ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen und Umbrüche im Südtiroler Weinbau. Der Saltner – Amtsperson und Kunstfigur  

Die Erforschung der Objektgruppe „Saltner“ bildet den ersten Teil einer fundierten, auf einer breit gestreuten Quellenbasis fußenden Forschung zum gesamten Sammlungsbestand mit dem Ziel einer zukünftigen Neuaufstellung der Dauerausstellung.
Ausgehend von der Objektgruppe „Saltner“, bestehend aus rund 50 Objekten (einer Trachtenfigurine, Ausrüstungsgegenständen, Saltnerordnungen, verschiedenen bildlichen Darstellungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, einem amtlichen Hoheitszeichen u. a. m.), soll eine umfassende Einordnung in den kulturhistorischen Kontext versucht werden, von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. Gleichzeitig sollen die systematischen Recherchen in verschiedenen Archiven in einem Findbuch angelegt werden und als Grundlage für die zukünftige Bearbeitung weiterer Themenfelder dienen.
Das Projekt finanziert sich aus Mitteln des Forschungsfonds der Südtiroler Landesmuseen.
Dauer des Projektes: Herbst 2018 bis Dezember 2020

Wir bitten um Ihre Mitarbeit!

Ist Ihre Familie noch im Besitz von Dokumenten zum Saltnerwesen z. B. Saltnerordnungen,  Rechnungen etc.? Besitzen Sie Fotografien oder andere Erinnerungsstücke? Können Sie sich selbst noch an Saltner in ihrem Heimatdorf erinnern? Kennen Sie Flur- und Hofnamen, die auf Saltner hinweisen oder Standorte von Saltnerhütten? Wir freuen uns über Ihre Hinweise an weinmuseum_at_landesmuseen.it oder unter (+39) 0471 963 168.

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Sammlung

Zeugnisse der „Weingeschichte“

Das Südtiroler Weinmuseum sammelt, bewahrt und dokumentiert Zeugnisse der Südtiroler „Weingeschichte“. Die Sammlung ist Ausgangspunkt für Forschungs- und Vermittlungsarbeit.

Sammlungsschwerpunkte sind Gerätschaften, die das Arbeitsjahr der Weinbauern vor der Technisierung begleiteten: von der „Pergl bis zur Torggl“, von Frühjahr bis Spätherbst, von der Rebe bis zum gereiften Wein.
Außerdem fanden und finden Objekte aus den Bereichen Fassbinderei, Glas und Keramik sowie Kunsthandwerk bzw. Kunst vorwiegend aus dem religiösen Bereich mit Wein- und Traubenmotiven Eingang in die Sammlung des Museums.

Die Sammlung wird durch Schenkungen und Ankäufe laufend erweitert. Aufgrund des Platzmangels muss eine sehr strenge Auswahl getroffen werden. Ankäufe werden nur getätigt, wenn es sich um ein besonderes Objekt handelt, das vom Sammlungskonzept des Museums als Desiderat angeführt wird.

Auf der Website des Südtiroler Landesmuseums für Volkskunde, dessen Außenstelle das Weinmuseum ist, finden sich nähere Informationen zum Sammlungskonzept.

Die Sammlung des Volkskundemuseums, und damit auch des Weinmuseums, ist teilweise online in der Datenbank KiS einsehbar. An der Erweiterung des Onlinekataloges wird laufend gearbeitet.

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Vorschau auf das Jahresprogramm

Zur Vorbeugung gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus sind alle Veranstaltungen vorerst bis einschließlich 31. Juli abgesagt.

Das Vermittlungsangebot beschränkt sich bis auf Weiteres auf kostenlose Einführungen im Weingarten für Kleingruppen (min. 4 Personen, max. 10 Personen) unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Schutzmaßnahmen (z.B. Mund-Nasen-Schutz). Es ist eine Vormerkung notwendig.

Wir bitten um Verständnis.

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